Grundriss
Raumstruktur zuerst: Wie lässt sich die vorhandene Fläche optimal nutzen?
Bei Ferienappartements beeinflusst die Raumstruktur unmittelbar Komfort, Belegung und Wirtschaftlichkeit.
Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Funktionen unterzubringen, sondern darum, sie so anzuordnen, dass sie sich gegenseitig nicht behindern. Küche, Essbereich, Wohnen, Garderobe und Verkehrsflächen sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Ein Eingangsbereich muss beispielsweise nicht groß sein, aber ausreichend Stauraum für Jacken, Schuhe, Gepäck und gegebenenfalls Sportausrüstung bieten. Im Wohnbereich kann ein Schlafsofa zusätzliche Belegung ermöglichen. Diese zusätzliche Funktion ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn Bewegungsflächen, Stauraum und Nutzung des Raums auch bei voller Belegung weiterhin funktionieren.
Flächeneffizienz bedeutet deshalb nicht maximale Möblierung, sondern eine möglichst hohe Nutzungsqualität auf der vorhandenen Fläche.
„Bei einem Ferienappartement schaue ich mir zuerst an, wie viele Personen hier tatsächlich wohnen werden und was im Urlaubsalltag passiert. Wo kommen Jacken, Schuhe und Koffer hin? Wo sitzt man gemeinsam? Wo braucht es Rückzug? Soll die Ferienwohnung im Sommer und im Winter vermietet werden? Wenn diese Fragen geklärt sind, ergibt sich daraus eine sinnvolle Raumstruktur.“ - Alexander Lechner, Innenarchitekt
Küche, Essen und Wohnen als eine Einheit planen
In vielen Ferienappartements ist die Wohnküche der zentrale Aufenthaltsbereich. Entsprechend groß ist ihr Einfluss auf die wahrgenommene Qualität des gesamten Appartements.
Bei der Planung sollte deshalb nicht nur die Küche selbst betrachtet werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel mit Essbereich und Wohnen.
Relevant sind beispielsweise:
- ausreichend Sitzplätze entsprechend der vorgesehenen Belegung
- kurze und logische Wege
- genügend Arbeits- und Ablageflächen
- sinnvoll dimensionierter Stauraum
- passende Beleuchtung für Kochen, Essen und Wohnen
- ein durchgängiges Material- und Farbkonzept
Gerade bei offenen Grundrissen zahlt sich eine gemeinsame Planung aus. Werden Küche, Essbereich und Wohnraum getrennt entwickelt, entstehen schnell Brüche bei Materialien, Proportionen oder Möblierung. Ein stimmiger Gesamtraum wirkt hochwertiger und kann gerade kompaktere Ferienappartements deutlich großzügiger erscheinen lassen.
Materialauswahl: Lebenszyklus statt nur Anschaffungspreis
Bei der Materialauswahl für Ferienappartements geht es nicht nur um Robustheit. Gerade bei stärker frequentierten Einheiten lohnt sich ein genauer Blick darauf, welche Oberflächen und Materialien an welcher Stelle eingesetzt werden. Nicht jeder Bereich wird gleich beansprucht, und nicht überall ist dieselbe Materialqualität notwendig.
Relevant sind unter anderem:
- Abriebfestigkeit und Strapazierfähigkeit von Bezugsstoffen
- unempfindliche und gut zu reinigende Oberflächen
- Reparatur- und Austauschmöglichkeiten
- Alterungsverhalten von Materialien
- eine Materialwahl, die auch nach mehreren Saisonen noch zum Qualitätsanspruch des Hauses passt
Dabei sollte die wirtschaftliche Betrachtung nicht bei den Anschaffungskosten enden. Ein Material, das länger hochwertig aussieht, einfacher gepflegt werden kann oder sich partiell erneuern lässt, kann über die Nutzungsdauer die wirtschaftlichere Lösung sein.
Living by Alexander Lechner stimmt Materialien, Farben und Oberflächen deshalb auf Nutzung, Positionierung und Gestaltungskonzept des jeweiligen Objekts ab. In unserem Wohn- und Planungsstudio in Wald im Pinzgau können diese direkt verglichen und bemustert werden.